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Der hl. Hermann-Joseph von Steinfeld |
Priester
und Mystiker |
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Gedenktag katholisch: 21. Mai |
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Kanonisation:
Die Heiligsprechung erfolgte 1960 Der hl. Hermann-Joseph von Steinfeld hat zeitweise in Sievernich gewirkt. In der Kirche von Sievernich befinden sich Reliquien von ihm. Hermann
entstammte einer verarmten Kölner Bürgerfamilie. Er wurde um 1150 in Köln
geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Von klein auf
empfindet Hermann diesen Zustand nicht als bedrückend, sondern ist
voller Gottvertrauen. Mit
zwölf Jahren verlässt er Köln. Seinen Eltern war es gelungen, ihren
begabten Sohn an der Schule des Prämonstratenser-Klosters Steinfeld in
der Eifel unterzubringen. Er findet Freude am Lernen und ist glücklich,
im Chor der Mönche mitbeten und mitsingen zu dürfen. Er war Schüler
im Prämonstratenserkloster Steinfeld in der Eifel und in Friesland, wo
er mit Arbeiten im Speisesaal, später in der Sakristei betraut wurde.
Mit den Jahren wächst Hermann in die Klostergemeinschaft hinein. Weil
er ob der vielen Arbeit nicht mehr genug Zeit zum Gebet hatte, wandte er
sich betend an Maria, die ihm antwortete, der Liebesdienst an den Brüdern
im Kloster sei das Angenehmste, was er zu tun habe. Schließlich erhält
er in Steinfeld die Priesterweihe. Hermann
wurden mystische Erfahrungen zuteil, so die mystische Vermählung mit
der Gottesmutter Maria, was ihm den Beinamen "Joseph" eintrug.
Seine Marienliebe war so ausgeprägt, dass sich zahlreiche diesbezügliche
Legenden um ihn ranken: Als Kind soll er in der Kölner Marienkirche mit
dem Jesuskind gespielt haben; als er dem Jesuskind einer Marienstatue
einen Apfel anbot, habe es diesen an sich genommen. Während der Messe
ließ seine ekstatische Andacht ihn den Kelch immer mit drei Rosen erfüllt
sehen. Hermann
dichtete viele Lieder und Hymnen, vor allem für Maria, und schuf eine
Art Vorläufer des Rosenkranzes. Er war ein lebensfroher Rheinländer,
bei allen sehr beliebt. Später
war er in der Seelsorge tätig, vor allem in Frauenklöstern. Er wird
immer häufiger zu Gottesdiensten und zu Exerzitienvorträgen in die
verschieden Klöster der Eifel, der Voreifel und am Rhein gerufen. Fast
90-jährig, am 7. April 1241, stirbt er bei den Zisterzienserinnen von
Hoven bei Zülpich. Er wird als "der sanfte Heilige" noch
heute in Köln, im Kölner Umland und vor allem in der Eifel verehrt. Hermann
wurde in Steinfeld in der Eifel bestatte. Einen Höhepunkt erlebte sein
Kult in der Romantik.
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