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Botschaften von Sievernich, die sich auf
Pfarrer Alef beziehen
Sievernich, 2. Februar 2004:
Am 02. Februar 2004
erschien die Gottesmutter als Makellose während des Rosenkranzgebetes in der
Sievernicher Kirche. Aus dem hellen ovalen Licht kam sie hervor und segnete alle
Menschen. Auf ihrem Gewand und Mantel waren lauter kleine durchsichtige Tropfen.
Sie sprach:
„Mein Kind, du siehst die Tränen,
die ich für meine Priester weine!“
(Sie weinte mit gesenktem
Kopf.).
Weiter sprach sie:
„Ich bitte euch, betet für die
Priester, damit sie mit den Tugenden des Himmels bekleidet werden. Mein Sohn
Jesus wünscht, dass sie ihm ganz und gar folgen.“
Ein Priester in schwarzer Kleidung
kniete und betete vor der Mutter Gottes. Die Makellose schwebte in einiger
Entfernung vor ihm auf einer Wolke. Es war der ehemalige Priester von Sievernich:
Pfarrer Alexander Alef.
Aus dem Herzen der Gottesmutter gingen Strahlen zu den Menschen hinunter.
Pfarrer Alef sprach:
„Ich habe Zeugnis gegeben vor Gott und den Menschen. So, wie ich Zeuge wurde,
möchte ich alle Priester ermutigen, Zeugen des Himmels zu werden. Ich ermutige
euch, alle Priester und Ordensleute, den Glauben zu leben.“
Die Gottesmutter lächelte Pfarrer Alef an und dann schenkte sie uns ihr Lächeln.
Sievernich, 06. Juni 2005:
„Liebe Kinder, ich grüße und segne euch im Namen meines geliebten
Sohnes Jesus Christus! Betet, betet, betet! Kinder, wisst ihr, warum euch so
viele Heilige begleiten, weshalb sie in Sievernich erschienen sind? Der heilige
Josaphat, die heilige Schwester Faustina, der heilige Charbel, Mirjam von
Abellin, Pfarrer Alef?“... (Sie zählte Heilige und
religiös bedeutende Personen auf, die in Sievernich erschienen sind).
„Sie beten für die Einheit der Kirche in der
Wahrheit. Es kann
nur eine Einheit in der Wahrheit geben.
Ich bin vom Himmel zu euch gekommen, um euch zu segnen und zu stärken, damit ihr
meinem Sohn nachfolgen könnt.“
Lebenslauf von Pfarrer Alef
Alexander
Alef stammt aus Köln und wurde dort am 2. Februar 1885 geboren. Am 1.8.1909
wurde Alef von Kardinal Antonius Fischer in Köln zum Priester geweiht. Im
Oktober 1930 wird Alexander Alef Dorfpfarrer von Sievernich. Die Schwierigkeiten
im neuen NS Regime begannen sehr bald, er wird bei der NSDAP denunziert.
Im
September 1943 erhält Alef unter dem Druck der Gestapo ein Tätigkeitsverbot und
wird aus dem Bistum Aachen ausgewiesen. Der damalige Chefarzt des Birkesdorfer
Krankenhauses, Dr. Schüller, schrieb Alef haftunfähig. Wegen seines körperlichen
Zustands fand er Aufnahme in dem Zisterzienserkloster Marienstatt im Westerwald.
Pfarrer Alef musste sich dort in regelmäßigen Abständen bei der Polizei melden.
Im
Dezember 1943 muss er auch dieses Kloster verlassen und kam ins
Cellitinnenkloster Düren Niederau mit der Auflage der regelmäßigen polizeilichen
Meldung. Von hier aus wird Alef im Februar1944 von der Gestapo abgeholt und im
Aachener Gefängnis Adalbertsteinweg inhaftiert. Zuvor aber übergab Alef im
Kloster Niederau seinen Rosenkranz mit den Reliquien des hl. Hermann Josef von
Steinfeld Schwester Johanna - welche aus Sievernich stammte – mit den Worten:
“Den sollen sie nicht auch noch haben.“ Der Rosenkranz sollte für die
Sievernicher in der Pfarrkirche aufbewahrt werden.
Am 6.
September 1944 wird Alef in das NS-Erziehungslager Köln-Deutz am Messehof
gebracht. 14 Tage später, noch im September 1944, wird Alef aus Köln kommend im
Konzentrationslager Buchenwald (Weimar) eingeliefert.
Am
6.1.1945 trifft Alef - vermutlich wegen der nahenden Front von Buchenwald
verschleppt nach Dachau transportiert – im dortigen KZ ein, wo er an
Entkräftigung und den Folgen einer Krankheit am 16. Febr. 1945 stirbt.
Pfarrer
Alexander Alefs Leiche wurde im Krematorium verbrannt.
Auf
Anregung von Pfarrer Trimborn beschloss die Gemeindevertretung 1960 die
Kirchstraße in Pfarrer-Alef-Straße umzunennen.
Vor 60 Jahren : Pfarrer Alexander Alef
starb am 16. Februar 1945 im KZ Dachau
Pfarrer Alexander Heinrich Alef,
noch heute in der Gemeinde durch verschiedene Zeitzeugen persönlich bekannt, war
ab Oktober 1930 Pfarrer von Sievernich.
Pfarrer Alef, „ein Martyrer des
20. Jahrhunderts“, stammte aus Bonn, wurde aber am 2. Februar 1885 in der Kölner
Südstadt geboren. Nach dem Studium der katholischen Theologie wurde er zusammen
mit 24 Diakonen am 1. August 1909 von Kardinal Antonius Fischer in Köln zum
Priester geweiht. Es folgten Seelsorgerstellen in Fliesteden im Dekanat
Bergheim, in Aldenhoven bei Jülich und in Gerderath im Dekanat Erkelenz. Im
Oktober 1930 wurde der Geistliche Pfarrer von Sievernich.
Die Schwierigkeiten im damals 368
Einwohner zählenden Ort Sievernich begannen schon bald. Im neuen NS - Regime
wurde Alef bei der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP)
angeklagt und denunziert.
Der Geistliche erhielt unter dem
Druck der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) im September 1943 ein
Tätigkeitsverbot und wurde aus dem Bistum ausgewiesen.
Der damalige Chefarzt des
Birkesdorfer Krankenhauses, Dr. Schüller, schrieb ihn mehrmals haftunfähig. Ihm
wurde das Angebot unterbreitet, bei Dr. Schüllers Mutter unterzutauchen, welche
im benachbarten Ausland lebte.
Pfarrer Alef lehnte aber dieses
Angebot ab.
Wegen seines schlechten
körperlichen Zustands fand er Aufnahme im Zisterzienserkloster Marienstatt im
Westerwald. Zugleich hatte sich der allseits respektierte Priester in
regelmäßigen Abständen bei der Polizei zu melden. Im
Dezember 1943 musste er dieses
Kloster verlassen und kam ins Celittinnenkloster Düren - Niederau mit der
Auflage der regelmäßigen polizeilichen Meldung.
Von hier aus wurde Pfarrer Alef im
Februar 1944 von der Gestapo abgeholt und im Aachener Gefängnis Adalbertsteinweg
inhaftiert. Am 6. September 1944 folgte die Einweisung in das
Konzentrationsaußenlager Köln-Deutz an den Messehallen, um am 16. September 1944
mit 365 politischen Häftlingen in das Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar
in Thüringen abtransportiert zu werden.
In einer Liste der Neuzugänge in
Buchenwald von der Stapo Köln vom
17. September 1944 hatte Pfarrer
Alef die Häftlingsnummer 731.81347.
Von Buchenwald verschleppt,
vermutlich wegen der nahenden Front, traf der Sievernicher Pastor am 06. Januar
1945 mit 46 weiteren Priestern im Konzentrationslager Dachau in Bayern ein. In
Dachau war er in Block 3. K 17/4 untergebracht. Hier hatte er die
Häftlingsnummer 137367.
An Entkräftung und den Folgen
einer Krankheit starb Alef am 16. Februar 1945 im Konzentrationslager Dachau.
Seine Leiche wurde gleichzeitig
mit mehreren anderen im Krematorium verbrannt.
Noch zu Lebtagen im Kloster
Niederau übergab Alef seinen Rosenkranz der Ordensschwester Johanna, welche aus
Sievernich stammte, mit den Worten: „Den sollen s i e nicht auch noch haben -
für die Sievernicher soll der Rosenkranz in der Pfarrkirche aufbewahrt werden.“
Im Oktober 1960 wurde in
Sievernich, auf Anregung von Pfarrer Trimborn, die Kirchstraße in Pfarrer -
Alef - Straße umbenannt.
Jochen Hils
Abschiedsbrief von Pfarrer Alef an eine Sievernicher Familie
z.Zt. Niederau,
d. 27.XII.1943
Sehr geehrte
Familie Conein!
Mit
aufrichtigem Dank habe ich Ihre Guten Wünsche zu Weihnachten und Neujahr
empfangen und erwidere sie auf das herzlichste. Tief beschämt bin ich wegen all
des Guten, das mir in dieser Zeit der Not von guten Menschen, geistlich und
weltlich, erwiesen wird.
Das Wort
Christi ist mir nie so lebendig geworden wie jetzt: „Was ihr dem Geringsten
meiner Brüder getan, das habt ihr mir getan“. All den Menschen der Treue und
Liebe möge das Gute, das sie mir erwiesen, aufgezeichnet sein im Buch des Lebens
und besonders seinen Lohn finden in der Ewigkeit. Es ist ganz gewiß eine falsche
Meinung, wie sie vielleicht einige Sievernicher haben, ich sei wegen der
Vorkommnisse verbittert, nein, wenn es möglich wäre, dass ich noch einmal ins
Amt käme, würde ich mit derselben Liebe und Begeisterung wieder anfangen, wie
auch in Sievernich. Alles was mir zustößt, kommt von Gott und ist zu unserer
Belehrung und Vervollkommnung.
Niemals werde
ich meine früheren Pfarrkinder vergessen und aller täglich gedenken im Gebet.
Gegen niemand darf ich, will ich einen auch nur kleinen Groll im Herzen haben,
denn die einzige und wahre Vergeltung ist nur die Liebe.
Alles, was wir
den Leuten auf der Kanzel sagen, ist erst dann ganz wahr, wenn es durchlitten
ist im Leben von uns selbst. An uns allen möge Pauli Wort wahr werden: „Denen,
die Gott lieben, sind alle Dinge zum besten.“
Ich wünsche
und bete, dass wir uns alle in der seligen Ewigkeit wieder finden.
Vergelt`s Gott
allen!
Mit den besten
Grüßen und Wünschen an Sie alle
Ihr Pfarrer
Alef
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