Informationsblatt der Blauen Gebetsoase

in Sievernich

 November 2007

 

Angriff auf Pater Pio

Der in Sievernich mehrmals erschienene Heilige Pater Pio wird zur Zeit von dem italienischen Historiker Luzzatto, der mosaischen Bekenntnisses ist, als ein übler hinterhältiger Schwindler bezeichnet. Es ist damit zu rechnen, dass schwachgläubige Menschen auf diese verleumderische These hereinfallen, weil sie ja von den Medien verbreitet wird. Wer sich aber mit dem Leben dieses Heiligen näher beschäftigt hat, erkennt sofort, dass diese Angriffe völlig absurd sind.

Francesco Forgione wurde am 25. Mai 1887 als Kind einer ärmlichen Bauernfamilie geboren. Im Alter von 16 Jahren trat er als Novize den Kapuzinern in seiner Heimat bei und erhielt den Ordensnamen Pio.

Pater Pio hielt das asketische Mönchsleben und das Theologiestudium wegen seiner angeschlagenen Gesundheit nur unter Mühen durch. 1910 empfing er in der Kathedrale von Benevent die Priesterweihe. Ab 1916 wirkte Pater Pio als Mönch im Kapuzinerkloster von San Giovanni Rotondo.

Um Weihnachten 1902 hat Pater Pio eine Vision, die er in der dritten Person niederschreibt:

„Francesco ist einem majestätischen Mann von seltener Schönheit begegnet, so hell wie das Licht der Sonne. Der Mann nahm ihn an der Hand und ermutigte ihn mit den Worten ‘Komm mit mir, Du mußt kämpfen wie ein tapferer Krieger.’ Es war eine heftige Schlacht. Mithilfe des hell leuchtenden Mannes, der immer an seiner Seite war, überwältigte Francesco seinen Widersacher. Sofort nahm der gute Mann die Krone ab und sagte: »Ich habe eine noch schönere für Dich zur Seite gelegt. Wisse, daß Du fähig bist, den guten Kampf zu kämpfen gegen den, den Du gerade besiegt hast. Er wird zurückkommen und Dich attackieren. Hab keine Angst, ich werde mit Dir sein. Ich werde Dir immer helfen, ihn zu besiegen.«“

 

An Brust, Händen und Füßen Pater Pios wurden ab 20. September 1918 die Stigmata sichtbar. Padre Pio verliert täglich 250 Zentiliter Blut: einen Becher voll.

1918 sieht Pater Pio wieder die geheimnisvolle Gestalt vor sich. Einen Monat später schreibt er an seinen Seelenführer:

„Es war ein erschreckender Anblick. Ich kann nicht beschreiben, was dann passierte. Ich dachte, ich sterbe, und ich wäre sicher gestorben, wäre Gott meinem Herzen, das in meiner Brust zu zerspringen drohte, nicht zu Hilfe geeilt. Als die mysteriöse Gestalt verschwunden war, sah ich, dass meine Hände, meine Füße und meine Brust durchbohrt waren, und Blut strömte aus den Wunden.

Können Sie sich die Schmerzen vorstellen, die ich erlitten habe und erleide, fast ununterbrochen, jeden Tag? Wird wohl Jesus, der so gütig ist, diese Prüfung von mir nehmen?“

Einmal war ein Pfarrer äußert verärgert über die Begeisterung eines seiner Schäfchen für Pater Pio. So beschloss er, den Heiligen auf die Probe zu stellen. Bei der nächsten Wallfahrt des Gläubigen zu Pater Pio vertraut ihm der Pfarrer ein verschlossenes Kuvert für Pater Pio an. Als der Mann mitten in der Menge steht, ruft ihm Pater Pio zu: „Nimm den Brief aus Deiner Tasche und schreib, das, was ich Dir diktiere, auf den Umschlag.“ Bei seiner Heimkehr übergibt der Mann dem Pfarrer das ungeöffnete Kuvert. Dieser wird blass, als er liest, was auf dem Umschlag gekritzelt steht: Die Antwort auf seine Frage.

Einmal wandte sich der spätere Papst Johannes Paul II. an Pater Pio. Als Bischof von Krakau bat er den Kapuziner auf Lateinisch um sein Gebet für eine krebskranke Mutter von vier Töchtern. Der Brief wurde Padre Pio übergeben, der dem Papst bereits 1947 seine spätere Wahl zum Stellvertreter Christi vorausgesagt haben soll: „Dazu kann man nicht ‘nein’ sagen.“ Nach einigen Tagen erreichte ein weiterer Brief des Krakauer Bischofs San Giovanni Rotondo: Ein Dankschreiben. Die Mutter war wundersam geheilt worden.

 

Einmal war ein Mann mit der Bitte, seine Tochter zu heilen, zu Pater Pio gekommen. Dieser schaut ihn an: „Du bist viel, ja viel kränker als Deine Tochter: Ich sehe, dass Du tot bist!“ Der Mann stammelt: „Aber nein, es geht mir gut.“ „Du unglücklicher“, antwortet der Pater, „wie kann es Dir mit so viel Sünden auf dem Gewissen gut gehen? Ich sehe mindestens 32.“ Nach der Beichte bezeugte der Mann: „Er wusste alles, hat mir alles gesagt.“

Heute ist San Giovanni Rotondo eine der meist besuchtesten Pilgerstätten der Welt. 7 Millionen Besucher kommen jedes Jahr, fast doppelt so viele wie nach Lourdes. Täglich werden rund 1 Million Euro umgesetzt.            Quelle: www.kreuz.net

 

Der Rosenkranz ist eine Pilgerreise

Aus Echo der Liebe von Kirche in Not August/September 2007 - Kirche in Not sprach mit dem Vatikan-Korrespondenten der Tageszeitung „Die Welt" und Buchautor Paul Badde über den Rosenkranz.

Herr Badde, was ist das Besondere am Rosenkranz-Gebet?

Johannes Paul II. hat es einmal so zusammengefasst: „Der Rosenkranz ist ein Kompendium des Evangeliums. Er lässt uns zu den wesentlichen Szenen Jesu zurückkehren." Der Rosenkranz ist wirklich eine andere Art der Weltanschauung. Wir sollten ihn durch Betrachten und unablässiges Beobachten verstehen. Man muss aber immer wieder genau hinsehen. Die verschiedenen Geheimnisse des Rosenkranzes sind wie Schlüssellöcher in den Raum der Evangelien, durch die wir immer mehr von der Wirklichkeit der Erscheinung Gottes erfassen. Dieser Blick zeigt uns immer wieder Neues und lässt uns tiefer sehen. Daher ist der Rosenkranz nicht nur eine Gebetsform, sondern auch pure Theologie.

Außenstehenden ist der Rosenkranz wegen der vielen Wiederholungen oft fremd ...

Das mag auf den ersten Blick so aussehen. Doch die Wiederholungen haben eine Bedeutung: Jeder Rosenkranz führt uns nach Jerusalem und vernäht die christliche Existenz mit dem Heiligen Land; jeder Kranz ist also eine kleine Pilgerreise. Mit ihm geht es wie mit dem Mehl, das man im Mund kaut: Je länger man es zwischen den Zähnen hat, desto mehr verwandelt sich die Stärke in Zucker. Erst in der häufigen, absichtslosen Wiederholung erschließt er sich aber. Ja, der regelmäßige Rosenkranz kann sogar unser Leben verändern.

Was empfehlen Sie, um den Rosenkranz bewusster zu erleben?

Der Vorteil ist, dass man ihn quasi immer und überall beten kann - im Gehen, Stehen und Knien, aber auch im Bus oder in der Bahn. Mit ihm gibt es keinen Stau mehr, keine Wartehalle im Flughafen, sondern nur noch Gelegenheiten, um zur Ruhe zu kommen. Wichtig beim Rosenkranz sind neben dem Beten auch die Finger, durch die die Perlen während des Betens gleiten. Es ist eine Art Blindenschrift, um die Augen und den Verstand nicht abzulenken. Die Betenden können so das Zählen ganz einfach den Fingern überlassen.

Was bringt das Rosenkranzgebet letztlich für den Betenden?

Das Gleiten der Perlen durch die Finger macht einem das Gebet leichter. Man kann sich zudem an diesem Kranz festhalten wie ein angeschlagener Boxer, der in den Seilen des Rings hängt. Der Rosenkranz ist weniger ein Gebet, das durch unsere besondere Andacht gewinnt, sondern er macht uns vielmehr persönlich auf Dauer andächtig. Er schenkt uns Zeit, Ruhe und Gelassenheit. Aber er ist ein Gebet, das sich nicht allein mit den grauen Zellen verstehen lässt, sondern mit den Fingerspitzen, Lungen und dem Herzen.

Paul Badde gibt das vorzügliche neue „Vatican-Magazln" heraus.

 

Der hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort sagt zum Rosenkranz:

„Der Rosenkranz schließt zwei Dinge in sich, nämlich das betrachtende und mündliche Gebet.

Das betrachtende Gebet des heiligen Rosenkranzes ist nichts anderes als die Betrachtung der wichtigsten Geheimnisse des Lebens, des Todes und der Glorie Jesu Christi und Seiner heiligsten Mutter.

Das mündliche Gebet des Rosenkranzes besteht darin, daß man je zehn Ave Maria und ein Vaterunser fünfzehnmal wiederholt und dabei betrachtet, indem man die fünfzehn Haupttugenden, welche Jesus und Maria in den fünfzehn Geheimnissen des heiligen Rosenkranzes geübt haben, sich vor Augen stellt.

Im ersten Teil des Rosenkranzes, der fünf Zehner umfasst, verehrt und betrachtet man die fünf freudenreichen, im zweiten Teil die fünf schmerzhaften und im dritten Teil die fünf glorreichen Geheimnisse. So ist der heilige Rosenkranz eine heilige Verbindung des betrachtenden und mündlichen Gebetes zur Verehrung und Nachahmung der Geheimnisse des Lebens und Sterbens, des Leidens und der Verherrlichung Jesu und Maria.“

 

Das „Vater unser“ der hl. Mechthild

 Ein uraltes wirksames Gebet für die Armen Seelen. Sooft die hl. Mechthild dieses Gebet sprach, sah sie ganze Scharen von Armen Seelen in den Himmel einziehen.  

Vater unser, der Du bist im Himmel, wir bitten Dich demütig, ewiger, gütiger, barmherziger Vater, vergib den Armen Selen, die Du selbst als Deine Kinder angenommen hast, dass sie Dich nicht geliebt haben und Dich von sich gestoßen haben und Dir die schuldige Ehre nicht erwiesen haben. Zur Sühne und Buße opfere ich Dir alle Liebe und Güte Deines überaus vielgeliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, auf.

Geheiligt werde Dein Name: Ich bitte Dich demütig, ewiger, gütiger, barmherziger Vater, vergib den Armen Seelen, dass sie Deinen heiligen Namen nicht verherrlicht haben und oft unwürdig im Mund geführt haben und oft unandächtig ausgesprochen haben. Zur Sühne und Buße opfere ich Dir alle Predigten auf, womit Dein überaus geliebter Sohn, unser Herr Jesus Christus, auf Erden Deinen heiligen Namen verherrlicht hat.

Zu uns komme Dein Reich: Wir bitten Dich demütig, ewiger, gütiger, barmherziger Vater, vergib und verzeih den Armen Seelen, dass sie Dein Reich nicht mit brennender Liebe und sehnsüchtigem Verlangen begehrt haben, sondern sich oft mit irdischen Gütern bereichert haben. Zur Sühne und Buße für diese vielfältigen Sünden opfere ich Dir die große Begierlichkeit Deines überaus vielgeliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, auf, womit er verlangt, alle in Dein heiliges Reich aufzunehmen.

Dein Wille geschehe wie im Himmel also auch auf Erden: Wir bitten Dich demütig, ewiger, gütiger, barmherziger Vater, vergib den Armen Seelen, dass sie sich Deinem heiligen Willen nicht untertänigst unterworfen haben, sondern gar oft nach ihrem eigenen Willen gehandelt haben und dadurch Deinen heiligen Willen nicht erfüllt haben. Zur Sühne und Buße opfern wir das heilige göttliche Herz Jesu und Seine große Unterwürfigkeit auf.

Gib uns heute unser tägliches Brot: Wir bitten Dich, demütig, ewiger, gütiger, barmherziger Vater, vergib den Armen Seelen, dass sie Dein hochwürdigstes Sakrament des Altars nicht mit völliger Andacht und Liebe empfangen, sondern sich viele desselben unwürdig gemacht und es selten oder nie empfangen haben. Für alle diese ihre Sünden opfere ich Dir die große Heiligkeit und Andacht Deines Sohnes sowie auch Seine innige Liebe und Sein unaussprechliches Verlangen auf, womit Er uns diesen kostbaren Schatz geschenkt hat.

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern: Wir bitten Dich demütig, ewiger, gütiger, barmherziger Vater, vergib den Armen Seelen ihre schwere Sündenschuld, dass sie ihre Feinde nicht geliebt haben und nicht verzeihen wollten. Zur Sühne und Buße für diese vielfältigen Sünden opfern wir Dir die heiligen Worte Deines überaus vielgeliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, auf, womit er am Kreuz gesprochen hat: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.

Führe uns nicht in Versuchung: Wir bitten Dich demütiger, ewiger, gütiger, barmherziger Vater, vergib den Armen Seelen, dass sie in den großen Versuchungen keinen Widerstand geleistet haben, sondern den Lockungen des Bösen gefolgt sind und sodann in das Verderben gestürzt wurden. Zur Sühne und Buße opfern wir den Gehorsam, die mühevollen Arbeiten und all das bittere Leiden und Sterben Deines überaus vielgeliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus auf.

Sondern erlöse uns von den Übeln: Wir bitten Dich ewiger, gütiger, barmherziger Vater, vergib den Armen Seelen und führe sie und unsere Seele durch die Verdienste Deines überaus vielgeliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, in das Reich Deiner Herrlichkeit, welches Du selber bist.

Amen.

 

Hinweis

Auf mehrfache Anfrage hin teilen wir mit: Die Kollekte am Gebetstag in der Sievernicher Kirche kommt der Pfarrgemeinde Sievernich zugute und nicht der Blauen Gebetsoase oder dem Förderverein für das Zentrum des Glaubens. Natürlich kommt auch das Geld für die Messintentionen und das Kerzengeld nicht der Blauen Gebetsoase zugute.

 

Spenden für das Zentrum des Glaubens

zahlen sie bitte an: Förderverein Sievernich, Kto. 31853010 • Pax-Bank Köln • BLZ 37060193 BIC = GENODED1PAX; IBAN = DE20 3706 0193 0031 8530 10

 

Die nächsten Gebetstreffen in Sievernich:

Montag, 5. November und 3. Dezember 2007

 

Wir suchen Personen, die folgende Musikinstrumente spielen können: Querflöte, Geige, Klarinette, Gitarre, Kybord und ähnliche Instrumente. Tel. 02236 31651