Informationsblatt der Blauen Gebetsoase
in Sievernich
Lobpreis der Unbefleckten Empfängnis
O Maria, Unbefleckte Jungfrau und Königin, ich freue mich mit Dir, dass Gott Dich mit so großer Reinheit gesegnet hat. Ich danke unserem Schöpfer, dass Er Dich vor allem Makel der Schuld bewahrte. Ich bin fest von der Wahrheit, dem Vorzug Deiner Unbefleckten Empfängnis, überzeugt. Ich wünsche, die ganze Welt möge Dich kennen und preisen als das schöne Morgenrot, immer geschmückt mit dem göttlichen Licht. Du blühende Rose, Du auserwählte Arche des Heils. Ich wünsche, alle Völker möchten Dich ehren als jene weiße Lilie, die uns Jesus, die Sonne der Herrlichkeit geboren hat.
Bitte, lass mich loben, wie Gott Dich lobte: Du bist ganz schön, ganz heilig, ganz strahlend in den Augen Gottes.
O liebenswürdige Mutter, schau mit Deinen barmherzigen Augen auf die Wunden meiner Seele. Sieh mich an, habe Mitleid mit mir und heile mich!
Du geliebte Mutter Jesu, ziehe auch mein armes Herz zu Dir. Welche Gnade sollte Dir Gott versagen, Der Dich zu Seiner Mutter und zu Seiner Braut erwählte, Dich deshalb vor jedem Sündenmakel bewahrt und Dich allen Geschöpfen vorgezogen hat. Lass mich immer an Dich denken und vergiss mich nicht, bis ich Deine Schönheit im Himmel schaue, wo ich Dich noch weit mehr loben und lieben werde, Du meine Mutter und Königin! Amen. (Hl. Alfons Maria von Liguori)
„Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt”
Weshalb ist Jesus Mensch geworden?
Gott hat den Menschen vollkommen heilig erschaffen. Bereits die ersten Menschenseelen (Adam und Eva) im irdischen Paradies begingen die Sünde des Hochmuts und des Ungehorsams gegenüber ihrem Schöpfer. So wurde die Sünde ins Leben gerufen. Dieses Ereignis wird als Sündenfall bezeichnet: die Menschenseele verlor ihre vollkommene Heiligkeit, und dieser Makel wurde einer Infektion ähnlich von Geschlecht zu Geschlecht übertragen. Darum ist die Rede von der Erbsünde. Aufgrund der Erbsünde wurde dem Menschen der Zutritt zum Himmel verweigert (- zur ewigen Glückseligkeit einer Seele, die im Stande der Gnade „hinübergeht”).
Durch die Propheten des Alten Bundes versprach Gott der Menschheit die Erlösung: eine unvorstellbare Tat der Buße, durch die Gott Sich wieder mit den Menschen versöhnen konnte und der Himmel wieder geöffnet werden sollte. Als großes Symbol für diese Versöhnung zwischen Gott und dem Menschen schickte Gott Seinen Göttlichen Sohn Jesus Christus in die Welt. Jesus sollte aber die Erlösung nicht als Gott vollziehen, sondern als Mensch, weil die Versöhnung nur aufgrund eines ausgleichenden menschlichen Leidens in einem menschlichen Körper möglich war. Wir müssen es wie einen Ausgleich für das erhebliche Unrecht betrachten, was die Güte und Liebe Gottes wegen der unzähligen und unvorstellbaren Sünden hat erleiden müssen. Leiden ist unangenehm, wenn man es aus weltlicher Sicht betrachtet, erschließt aber eine Quelle äußerst großer Verdienste auf überirdischer Ebene.
Gott hätte Seinen Sohn gleich als Erwachsenen senden können, doch damit die Opferung vollkommen sei, ließ Er Ihn sämtliche Phasen des Menschseins durchgehen: Jesus musste aus einer Frau als hilfloses Kind geboren werden. Keine einzige Frau wäre würdig gewesen, Gottes Sohn zu tragen - denn jeder Mensch trug in sich die Erbsünde - außer MARIA, die als Einzige das Privileg einer vollkommen heiligen Seele besaß, ohne Makel der Erbsünde. Dieses Privileg wird als Unbefleckte Empfängnis bezeichnet. Durch die Unbefleckte Empfängnis Marias hatte Gott die Versöhnung mit der Menschheit durch das Kommen Seines Sohnes in die Welt eingeleitet: Maria wurde als Erste von dem Makel der Erbsünde befreit. Sie war die vollkommen Heilige, ein Mensch, wie Gott ihn beabsichtigt hatte: vollkommen rein und frei von jeglicher Neigung zur Sünde.
Vor dem Sündenfall gab es kein Leiden, keine Krankheit, keinen Schmerz. Durch die Erbsünde wurde der menschliche Körper zum Werkzeug der Buße für Sünden der ganzen Menschheit. In Gottes Augen bilden die Menschen aller Zeiten ein Ganzes. Genau dadurch ist es möglich, dass ein Mensch durch Leiden am eigenen Körper, im Geist oder im Herzen die Sünden anderer Seelen abbüßt. Hierin findet sich die Antwort, weshalb Jesus die Erlösung der ganzen Menschheit auf Sich nehmen konnte.
Schon den Propheten des Alten Bundes wurde das Kommen des Messias verkündet. Der Messias, auch Christus genannt, war der Gesalbte Gottes, der den Menschen das ewige Heil bringen sollte. Der Messias war Gottes Sohn. Das Versprechen vom Kommen des Messias auf die Erde wurde dem „auserwählten Volk” Gottes gegeben, den Juden von Israel. So wussten die Juden, dass Christus aus ihrem eigenen Volk hervorgehen sollte. Der Messias kam tatsächlich: Jesus Christus, geboren aus einem heiligen Zweig des Geschlechtes König Davids. Allerdings, erkannten Ihn viele nicht als den seit langem erwarteten Erlöser. Sie sahen in Jesus von Nazareth einen neuen Propheten, nichts mehr. Manche erleuchtete Seelen erkannten Jesus durchaus als den Messias, und so wurde Israel in zwei Parteien geteilt: einerseits waren jene, die Jesus als Christus, den Messias erkannten (sie wurden erste Christen), und andererseits diejenigen, die sich weigerten, Ihn als Messias zu erkennen. Sie blieben Juden. Auch heute erwarten die Juden immer noch den „Messias”; denn sie können nicht annehmen, dass der eine wahre Messias, der einzige Christus, schon in Jesus von Nazareth gekommen ist.
Die starren Juden, die in Jesus nicht den Messias
sehen wollten, betrachteten Ihn als eine Bedrohung: für sie war Er jemand, der
gekommen war, um das Judentum, die alte Überlieferung von Gott Selbst an das
„auserwählte Volk”, zu untergraben. Die Hartnäckigsten unter ihnen, die
Pharisäer und Schriftgelehrten, waren der Ansicht, Jesus, der „Prophet aus
Nazareth”, müsse aus dem Weg geräumt werden. In ihren Augen war Er ein
Gotteslästerer, der so sehr von Sich eingenommen war, dass Er es wagte, Gottes
Gesetz zu erneuern, und der sich „in gotteslästerlicher Weise” Christus,
Messias, Sohn ![]()
Gottes nannte. Die Verfolgung begann und wurde immer schlimmer, bis Jesus verhaftet wurde.
Die Propheten des Alten Bundes hatten verkündet, der Messias werde zum Heil und zur Erlösung Seines Volkes leiden und sterben. Diese Prophezeiung ist in Erfüllung gegangen: Jesus wurde am Abend des Gründonnerstags nach einem schrecklichen Leiden des Herzens und der Seele im Garten Gethsemani verhaftet und starb am Karfreitag nach einem unvorstellbaren Leiden am Kreuz auf dem Kalvarienberg. Unter dem Kreuz stand Seine Mutter Maria in einem unermesslichen Leiden im Herzen und in der Seele. Sie wurde hier im wahrsten Sinn unsere Miterlöserin. Während dieser Stunden von Gethsemani bis Golgatha leistete Jesus durch unbeschreibliche Schmerzen und völlige Erschöpfung Buße für die Sünden jeder Menschenseele, die glaubt, dass Er der Erlöser ist, die tatsächlich an das ewige Heil, das ewige Leben glaubt und sich nach diesem Heil sehnt. Jesus hat den Himmel geöffnet. Um den Himmel tatsächlich zu betreten, braucht der Mensch nur aufrichtige Liebe und Dankbarkeit zu Ihm, dem Erlöser, und zu Maria, der Miterlöserin. Er muss sein eigenes Leiden bereitwillig akzeptieren, um die von Jesus begonnene Buße für die Sünden zum Heil der ganzen Menschheit fortzusetzen.
Nach der Schöpfung selbst ist die Menschwerdung Jesu das größte Liebesgeschenk, das Gott der Menschheit je bereitet hat. Als Antwort auf die erste menschliche Sünde, die Sünde des Hochmuts, kam der Sohn Gottes auf die Erde, um Sich durch ein Leben als Mensch zu demütigen. Er kam in härteste Entbehrungen, Lieblosigkeit, Leiden, einen schrecklichen Tod als Lösegeld für die Menschenseelen aller Jahrhunderte. Er unterzog Sich der göttlichen Gerechtigkeit, um jeder Seele, die glaubt, dass Er Mensch geworden ist, der Sklaverei des Bösen, die sie für ewig von der vollendeten himmlischen Liebe entfernen will, zu entreißen und ihr die ewige Seeligkeit in Aussicht zu stellen.
Adventsgebet zur Wiedergeburt meiner Seele
Liebe Mutter Maria, Trägerin des Lichtes der Welt,
in Betrachtung meiner Armut und meiner Finsternis bitte ich um Dein Kommen zur Grotte Meiner Seele.
Siehe, aus meinem gequälten Herzen ist der Stern der Hoffnung über meiner Grotte aufgegangen; denn ich verlange so sehr danach, dass Du den Christus in mir gebären kommst.
Wie kalt ist meine Seele; denn meine Liebe ist so unvollkommen.
Wie finster ist meine Seele; denn die Irrlichter der Welt haben mich für Gottes ewige Wahrheit verblendet.
Wie eingeklemmt ist meine Seele; denn in mir rasen die Winde allen Unfriedens in meinem Herzen und aller Unruhen in meinem Geist.
Komm doch zu mir, o mächtiger Morgenstern; denn in Dir ist das wahre Licht des Heiligen Geistes.
Komm doch zu mir, o mächtige Fürsprecherin; denn unter Deinen Füßen verfallen meine Versuchungen, Leidenschaften und Laster zu Staub.
Komm doch zu mir, o mächtige Mutter Gottes; denn aus Dir ist die Rose entsprungen, die auch für meine Erlösung blühen wird.
Tritt doch in meine Seele ein und herrsche in mir, damit das Licht Christi all meine Finsternis überwinden möge, mir den wahren Frieden des Herzens bringen und alle meine Götzen entkräften möge zur Auferstehung meiner Seele für das wahre Göttliche Leben.
Schaut auf meinen lieben Sohn, Seine Kirche ist in Gefahr. Die Schafe folgen nicht mehr ihrem Hirten, der sie schützt und liebt, sie folgen dem Wolf im Schafspelz. Meine Priester, was könnt ihr tun? Folgt nicht dem Wolf, bleibt meinem Hirten (Anm. dem Papst) treu. Gott schenkt euch das Leben und Er alleine, hört genau zu, nur Er, darf dieses auch wieder auf Erden beenden. Gott alleine ist es bestimmt, Leben zu geben und irdisches Leben wieder zu nehmen. Der Mensch misst sich in seiner Selbstsucht und wird fehlgeleitet. Bleibt meinem göttlichen Sohn und Seinem Hirten (Anm. dem Papst) treu! Es gibt für euch, liebe Kinder, keine andere Entscheidung, keinen anderen Weg, wenn ihr meinem lieben Sohn Jesus Christus folgen wollt. Wollt ihr meinem Sohn aus ganzem Herzen folgen? Wenn ja, so seid ihr für den Schutz des Lebens, besonders des ungeborenen Lebens. Der Teufel verführt und verfinstert die Seelen der Menschen. Sie finden keinen Weg mehr zu meinem göttlichen Sohn.
„Meine Kinder, viele geliebte Söhne, die Priester, folgen nicht mehr meinem göttlichen Sohn. Sie verleugnen das Evangelium und die Lehre der Kirche. Betet zum Heiligen Geist. Wendet euch an meine geliebten Söhne, die meinem Sohn Jesus Christus folgen. Es gibt nur die Wahrheit und das Leben im Vater. Doch wehe denen, die die Wahrheit und das Leben verleugnen!“ Die Mutter Gottes weinte und sprach:
„Für euch vergieße ich meine Tränen. Wie könnt ihr es nur verantworten, meine Kinder in die Irre zu führen?
Viele glauben nicht mehr an das Wirken Jesu und an Seine Existenz. Doch was geschieht mit jenen, wenn sie ihre Seele schauen? Was geschieht mit jenen, wenn alles eintrifft, was ich schon in Fatima den Kindern sagte? Denkt nicht, Kinder, es geschieht nicht mehr! Weder mein göttlicher Sohn Jesus noch ich, Seine Mutter, drohen euch, und dies ist auch nicht unser Wirken. Mein Kommen ist im Namen des Heiles, meines göttlichen Sohnes Jesus Christus.
Ich will eure Seelen retten und für meinen Sohn Jesus gewinnen, damit ihr heil werdet und nicht verloren geht. Zehn Minuten im Alltag, zehn Minuten, die ich euch in mein Unbeflecktes Herz eintauchen darf; diese Minuten irdischer Zeit des Gebetes, eine Salbung für die Ewigkeit.“
Sievernich, 06.11.2000
Ihr, meine Kinder, werdet meine Kirche nur noch schwinden sehen, jedoch die jüngere Generation, die des Gebetes bedarf, wird die Kirche erneuern. Seht, die Finsternis plant eine Weltreligion, die der göttlichen Wahrheit fern ist. Alles soll vereinheitlicht, weltlich vereinheitlicht werden unter der Voraussicht, Einigkeit und Frieden auf der Erde zu finden, wenn es keine Unterschiede mehr gibt unter den verschiedenen Religionen. Doch diese ist nur eine Scheinreligion, die die Menschen lenkbar machen soll. Ist dieser Zeitpunkt auf der Erde erreicht, so wird es gewaltige Umbrüche geben. Besonders Europa wird davon betroffen sein, und dies ist auch der Grund für mein Kommen. Seht, wie oft bin ich in Europa schon erschienen? Doch all diese Ereignisse sollen euch nicht ängstigen, denn diese müssen geschehen, damit mein göttlicher Sohn Jesus Christus zu euch kommen kann und ihr Ihn erkennt und empfangt, wie es einem König gebührt. Meine Kinder, ich gehe meinem Sohn voraus. Seid gesegnet!“
Dank an den Kirchenvorstand von Sievernich
Unser besonderer Dank gilt dem Kirchenvorstand von Sievernich, für die tatkräftige Unterstützung der Blauen Gebetsoase für die Genehmigung des Brunnenbaus. Ohne den Kirchenvorstand hätte der Brunnenbau nicht beginnen können. Ganz besonders danken wir Frau Zimmermann, die sich gegen alle Widerstände für den Brunnen eingesetzt hat und noch einsetzt.