Informationsblatt der
Blauen Gebetsoase

in Sievernich

 

September 2005

 

Mariens Geburt (8. September)

Aus „Geheimnis der Gottesfreundschaft“ von Gabriele a S. Maria Magdalena O.C.D., Professor der Theologie an der Theologischen Fakultät der Unbeschuhten Karmeliten zu Rom

VERGEGENWÄRTIGUNG GOTTES

Maria, meine Mutter, lehre mich, mit dir im Schatten Gottes verborgen zu leben!

BETRACHTUNG

1. Die Liturgie feiert mit Freuden den Geburtstag Mariens und gestaltet ihn zu einem Feste volkstümlicher Marienverehrung. Das Offizium singt: „Deine Geburt, o Jungfrau, Mutter Gottes, verkündet Freude der gesamten Welt; denn aus dir ist aufgegangen die Sonne der Gerechtigkeit, Christus, unser Herr.“ Die Geburt Mariens ist das Vorspiel der Geburt Jesu; denn eben mit ihr nimmt das große Geheimnis der Menschwerdung des Sohnes Gottes zur Rettung der Menschheit seinen Anfang. Wie könnten die Erlösten den Geburtstag der Mutter des Erlösers nicht beherzigen? Die Mutter kündigt den Sohn an; sie sagt, er sei im Kommen, die seit Jahrhunderten verkündeten göttlichen Verheißungen sollen wahr werden. Die Geburt Mariens ist das Morgenrot unserer Erlösung. Ihr Erscheinen wirft ein neues Licht auf die gesamte Menschheit: ein Licht der Unschuld, der Reinheit, der Gnade, ein strahlendes Vorwegnehmen des großen Lichtes, das die Erde überfluten wird, wenn Christus erscheint, das „Licht der Welt“. Maria, im Hinblick auf Christus von der Sünde bewahrt, kündigt nicht nur an, dass die Erlösung nahe ist, sie trägt die Erstlingsfrucht der Erlösung durch ihren Sohn schon in sich. Und ihretwegen, der ganz Reinen und Gnadenvollen wegen, lässt die Dreieinigkeit endlich einen Blick des Wohlgefallens auf der Erde ruhen; denn nun befindet sich da ein Geschöpf, in dem sich ihre unendliche Schönheit spiegeln kann.

Keine Geburt außer der Geburt Jesu war in den Augen Gottes und für das Wohl der Menschheit so bedeutsam wie die Geburt Mariens. Und doch bleibt diese Geburt ganz im Dunkel. Die Heilige Schrift erwähnt nichts davon, und suchen wir im Evangelium den Stammbaum Jesu, so finden wir nur den Josephs, über den Stammbaum Mariens aber nichts Ausdrückliches, bloß die Anspielung auf ihre Abstammung von David. Der Ursprung Unserer Lieben Frau verbirgt sich im Schweigen, so wie ihr ganzes Leben sich im Schweigen verbirgt. Die Geburt Mariens spricht uns von Demut. Je mehr wir in den Augen Gottes wachsen wollen, um so mehr müssen wir uns denen der Geschöpfe entziehen. Je Größeres wir für Gott leisten wollen, um so mehr müssen wir in Schweigen und Verborgenheit wirken.

2. Im Evangelium ist die Gestalt Mariens fast ganz verdeckt von der ihres göttlichen Sohnes. Die Evangelisten sagen von ihr nur soviel wie nötig, um sie als Mutter des Erlösers vorzustellen; darum tritt sie auch erst in Erscheinung, als die Geschichte der Menschwerdung des Wortes beginnt. Das Leben Mariens verschmilzt mit dem Leben Jesu, verliert sich in ihm. Maria hat wirklich „mit Christus verborgen in Gott“ gelebt. Und beachten wir, dass sie nicht nur ihre Kinderjahre im Schatten verlebt hat, sondern auch die Tage ihrer göttlichen Mutterschaft, auch die Augenblicke, in denen ihr Sohn triumphierte; so etwa, als die Frau in der Menge, begeistert von den Wundern, die Jesus vollbrachte, ihre Stimme erhob und ausrief: „Selig der Schoß, der dich getragen, und die Brust, die dich genährt hat!“ (Luk. 11, 27.)

So sei das Marienfest, das wir heute feiern, für uns eine Einladung zum verborgenen Leben, eine Aufforderung, uns mit Maria in Christus zu verbergen und mit Christus in Gott. Oftmals ist es Gott selbst, der es sich angelegen sein lässt, uns durch die Umstände oder die Verfügung der Oberen im Schatten leben zu lassen. Dafür müssen wir ihm sehr dankbar sein und diese Gelegenheit gut ausnützen, immer mehr voranzuschreiten in der Übung der Demut und Verborgenheit. In andern Fällen kann es sein, dass Gott uns Ämter, apostolische Arbeiten anvertraut, die uns ein wenig sichtbar machen. Nun gut: auch unter solchen Umständen müssen wir soviel wie möglich zu verschwinden trachten. Wir dürfen die Aufgabe nicht verweigern, doch wir müssen zurückzutreten wissen, sobald unsere Tätigkeit nicht mehr dringend notwendig ist zum Gelingen des uns anvertrauten Werkes. Alles übrige: Lob, Beifall, Bericht über Erfolge, Erklärung von Misserfolgen, hat uns nicht mehr zu interessieren; all dem gegenüber sei es unser Verhalten, uns in heiliger Unbefangenheit zurückzuziehen. Eine Seele innerlichen Lebens muss das sehnliche Verlangen haben, sich soviel wie möglich im Schatten Gottes zu verbergen. Sie ist ja davon überzeugt, dass es Gottes Werk war, wenn sie etwas Gutes zu tun vermochte; und so trachtet sie mit zartfühlendem Eifer, alles einzig ihm zum Ruhme gereichen zu lassen.

Das demütige und verborgene Leben Mariens sei Vorbild des unseren. Und müssen wir, um es nachzuahmen, dauernd gegen immer wieder aufflammende Regungen des Stolzes ankämpfen, so nehmen wir vertrauensvoll Zuflucht zu ihrer mütterlichen Hilfe, und Maria wird uns über alle Eitelkeit siegen lassen.

ZWIESPRACHE

„Fühle ich mich auf dem Meere dieser Welt umhergeworfen von Sturm und Ungewitter, so hebe ich die Augen fest auf dich, o Maria, leuchtender Stern, um von den Fluten nicht ertränkt zu werden.

Erheben sich die Winde der Versuchungen, stoße ich an die Klippen der Trübsal, so heb’ ich den Blick und rufe dich an, o Maria. Schütteln Zorn oder Geiz oder sinnliche Lockungen das schwanke Schifflein meiner Seele, so schau ich immer auf dich, Maria. Und fühlte ich mich, verwirrt von der Ungeheuerlichkeit der Sünden, beschämt in meinem Gewissen, erdrückt von der Strenge des Richters, hinabgerissen in den Abgrund der Traurigkeit, in den Abgrund der Verzweiflung, immer noch würde ich den Blick zu dir erheben, immer dich anrufen, o Maria!

In Gefahren, in Ängsten, in Ratlosigkeit, immer will ich an dich denken, immer dich anrufen. Wende dich nicht ab von meinem Munde, o Jungfrau, wende dich nicht ab von meinem Herzen! Und damit deine Fürbitte mir zugute komme, lass mich das Vorbild deines Lebens nie aus dem Auge verlieren. Wenn ich dir folge, o Maria, verliere ich den Weg nicht; wenn ich an dich denke, so irre ich nicht; hältst du mich, so falle ich nicht; schützest du mich, so habe ich nichts zu fürchten; bist du mir hold, so werde ich ans Ziel gelangen“ (vgl. hl. Bernhard).

Das Geistliche Zentrum in Sievernich

Wir danken allen, die für das geistliche Zentrum gespendet haben. Gott möge Ihnen Ihre Großzügigkeit vergelten. Das Geistliche Zentrum Sievernich, dessen Finanzierung Aufgabe des Fördervereins ist, wird ein Zentrum der Anbetung und Glaubensverkündigung im Sinne der römisch-katholischen Kirche sein. Selbstverständlich wird die geistliche Leitung dieses Zentrum stets im Einvernehmen mit dem Diözesanbischof handeln.

Spendenkonto:

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Für Überweisungen aus dem Ausland:

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Wenn Sie regelmäßig spenden wollen, richten Sie bitte bei Ihrer Bank einen Dauerauftrag ein.

Spenden sind steuerlich abzugsfähig. Wenn Sie eine Spendenbescheinigung wünschen, geben Sie bitte das Stichwort „Spendenquittung“ und Ihre vollständige Adresse an.

 

Hinweis: Die Kollekte beim monatlichen Gebetstreffen ist ausschließlich für die Belange der Pfarrgemeinde bestimmt und nicht für die Blaue Gebetsoase oder den Förderverein!

 

Falls Sie in Zukunft schriftliche Informationen empfangen möchten, teilen Sie bitte Ihre Anschrift der Blauen Gebetsoase mit.

 

Liebe Beterinnen und Beter!

Manuela wurde beim vorigen Gebetstreffen verschiedentlich auf die blauen Rosenkränze der „Krone des Unbefleckten Herzens Mariens“ angesprochen. Diese Rosenkränze hatte ich Ihnen gegen eine Spende weitergegeben. Zur Information sei hier gesagt, dass die Rosenkränze nicht aus einer Botschaft der Muttergottes aus Sievernich stammen, wo sie Manuela als „Makellose“ erscheint. Diese blauen Rosenkränze kommen aus Italien, einem Werk der „Krone des Unbefleckten Herzens Mariens „Corona Cordis Immaculati Maria SS“ und stammen nicht aus Sievernich.

Wer sich dem Rosenkranzgebet für den Hl. Vater, Benedikt XVI. anschließen möchte, ist dazu herzlich eingeladen, persönlich, täglich um 19:45 Uhr an der Friedhofskapelle oder auch geistiger Weise zuhause mit zu beten. Vom 14. September bis 1. Oktober werden noch, für die Zeit meines Urlaubs, Beter/Beterinnen gesucht, die an der Kapelle den Rosenkranz vorbeten.

Bitte laden Sie auch Ihre Freunde und Bekannte ein, für unseren Hl. Vater zu beten. Ein ewiges vergelt’s Gott! Frau R.M. Marburg (Küsterin)

 

Liebe Beterinnen und Beter,

Frau Manuela Strack teilt mit, dass sie nur für die wahrheitsgetreue Weitergabe der Botschaften verantwortlich ist. Für alle anderen Aktivitäten und Aussagen trägt sie keine Verantwortung und diese erfolgen nicht in ihrem Namen. Es gibt  auch keine Rosenkränze mit Verheißungen von Sievernich.

Die Botschaften von Sievernich, welche uns die Gottesmutter geschenkt hat, müssen unverfälscht wiedergegeben werden. Da in der Vergangenheit schon gefälschte Botschaften aufgetaucht sind, ist das erste Buch herausgegeben worden. Bitte halten Sie sich an die im Band I und Band II sowie die von der Blauen Gebetsoase Köln herausgegebenen Botschaften. Alle anderen Gegenstände und Botschaften, die in Sievernich verteilt werden, evtl. auch ohne Anschrift, sind anderen Ursprungs.

 

Sievernicher Immaculata-Statue

Sie können ab sofort die Sievernicher Statue bestellen. Sie wird von Herrn Costner, dem Künstler, der die Originalstatue gefertigt hat, hergestellt. Sie ist 40 cm hoch, handgeschnitzt aus Lindenholz und handbemalt. Preis: 390 €. Bestellung bei Herrn Jochen Hils, Rövenicher Str. 1 A , 52391 Sievertnich, Tel./Fax 02252/3484, Jochen.Hils@t-online.de