Informationsblatt der Blauen Gebetsoase Sievernich
August 2006
7. August
2006, 6. Jahrestag der ersten
Erscheinung der Makellosen in Sievernich
Am Montag, dem 07.08.2000 fand in der Pfarrkirche zu Sievernich das erste Gebetstreffen der Blauen Gebetsoase statt.
Zuerst spürte ich eine große Hitze. Dann erschien mir dort während des Gebetes die Mutter Gottes. Sie erschien ganz in Weiß gekleidet und hatte vorne auf der Brust ein rotes Herz mit einem Dornenkranz rundum. Sie strahlte und war sehr freundlich. Rechts und links von ihr sah ich zwei Säulen, die aus weißen Rosen bestanden. Hinter ihr war ein helles ovales Licht. Sie stand zunächst (von mir aus gesehen) links vom Altar und schwebte nachher näher zu mir. Sie sprach:
„Ich grüße und segne euch, meine Kinder. Ich bin Maria, die Makellose, Maria, die Mutter Gottes. Ich komme im Auftrage meines göttlichen Sohnes Jesus Christus zu euch. Spürt es, ich bin ganz bei euch. Ich freue mich, dass ihr in der Blauen Gebetsoase seid, so, wie ich in ihr ganz bin, ihr, meine Perlen des Rosenkranzes. Ihr seid zu dieser irdischen Zeit nur einige. Doch mein Gesang dringt in die Welt und bald schon, meine Kinder, werdet ihr mannigfaltige Rosenkränze sein! Ihr strahlt aus, weil ich bei euch bin, ihr, die Rosen meines Rosenkranzes.
Habt Erbarmen und betet für meine Kinder, besonders für jene, die den Weg zu meinem lieben göttlichen Sohn nicht finden. Seid barmherzig zu jenen, so, wie es mein Sohn tat. Mein Kommen ist für die Kirche alleine gedacht. Was zerrüttet und zerstreut, vereinige ich im Namen meines lieben göttlichen Sohnes. Mein Gesang, liebe Kinder, dringt zu euch hinab, zu euch in eure Seelen. Ich wiege euch in mein Unbeflecktes Herz ein. Taucht ein und seid ein Abbild meines Herzens. Die Mutter geht dem göttlichen Sohn voraus. In der Welt herrscht der große Glaubensabfall; doch, meine Kinder, ich rufe die Meinigen, so ich euch täglich rufe. Seid wachsam und betet die Gnadenperlen. Öffnet mir euer Herz und mein Herz wird euch ebenso offen sein.“
Belehrungen der seligen
Mutter Teresa von Kalkutta
Die Frucht des Schweigens ist das Gebet,
die Frucht des Gebetes ist der Glaube,
die Frucht des Glaubens ist die Liebe,
die Frucht der Liebe ist das Dienen,
die Frucht des Dienens ist innerer Friede.
Innerer Friede ist das Loslassen von allem, was auf dem Weg zu Gott hinderlich ist.
Schenke Gott Dein Herz - und alles andere wird Dir hinzu gegeben.
Alles ist Geschenk, ist Gnade; doch muss ich selbst empfänglich sein.
Such das Glück nicht irgendwo; es wohnt in der zufriedenen Seele.
Glück ist die Harmonie des Geschöpfes mit Gott.
Beten heißt: Innehalten, still werden und in der Mitte ruhen, bis Gott vernehmbar wird.
Es geht nicht darum, etwas vom Leben zu erwarten, sondern das Leben mit Liebe zu füllen. Die Liebe ist das Einzige, das wirklich zählt im Leben. Unser Maß an Liebe wird auch einmal das einzige sein, was vor Gott zählt. Mach Dir Gott in guten Tagen zum Halt, dann wirst Du in schlechten Tagen gehalten.
Der hl. Peter Julian EYMARD
über die Eucharistie
(P. Eymard: 1811 – 1868; Heiligsprechung 1962)
Man muss Jesus Christus anbeten. Er hat ein Recht darauf. Der himmlische Vater ordnet es an. Er will, dass jedes Knie sich beuge vor dem Mensch gewordenen Wort, im Himmel, auf der Erde und unter der Erde.
Im Himmel betet Ihn der ganze himmlische Hofstaat an. Die Geheime Offenbarung beschreibt diese Huldigungen in großartiger Weise: „Würdig ist das Lamm, das geschlachtet wurde, Macht zu empfangen, Reichtum und Weisheit, Kraft und Ehre, Lob und Herrlichkeit von Ewigkeit zu Ewigkeit!“
Während Seines sterblichen Lebens hier auf Erden indessen wurde Jesus angebetet bei Seiner Geburt, während Seiner apostolischen Tätigkeit, am Kreuz und nach Seinem Tod.
Jetzt soll Er im allerheiligsten Sakrament angebetet werden. Der Tabernakel ist Seine königliche Residenz; die eucharistische Aussetzung ist Sein Thron auf Erden, freilich eine bescheidene Nachahmung des Thrones im Himmel.
Was heißt anbeten? Anbeten heißt: die Gottheit Jesu Christi, Seine Erhabenheit und Macht in der hl. Hostie anerkennen. Die Anbetung ist ein Glaubensbekenntnis.
Anbetung ist die Erweckung eines Aktes der Unterwerfung unter das Wort Jesu Christi und unter die Abhängigkeit Seiner Autorität.
Anbetung ist ein Akt der Danksagung für Seine Güte, ein Akt der Liebe für Seine Liebe, des Lobes und Preises für Seine unendliche Barmherzigkeit.
Die Anbetung ist die erhabenste Tätigkeit des Christen; sie schließt alles in sich ein. So warf sich der Blindgeborene, als er Jesus Christus erkannte, Ihm zu Füßen und betete Ihn an; es wird nicht erwähnt, dass er dabei etwas gesprochen oder etwas anderes getan hätte.
Und wie groß ist auch der Glaube der Kirche an den Kult der Anbetung, den sie Jesus im Heiligsten Sakrament erweist! Wie ladet sie doch alle ihre Kinder dazu ein!
Man darf sich indes nicht mit der innerlichen Anbetung begnügen; Jesus muss mit dem äußerlichen Kult der Ehrfurcht und Huldigung angebetet werden.
Welche Predigt liegt doch in der Fronleichnamsprozession auf dem Petersplatz in Rom, die vom Heiligen Vater selbst angeführt wird! …
Und ist nicht Jesus Christus in den Kirchen, wo die Ewige Anbetung gepflegt wird, oder während des feierlichen 40stündigen Gebetes mit allem menschlich möglichen Prunk umgeben? So ist Er dann wie ein König auf Seinem Thron; es ist der Triumph des Königs der Könige in Seiner eucharistischen Gegenwart.
Dennoch wird Jesus Christus in der katholischen Kirche, selbst von den Seinen, noch zu wenig angebetet. Wo sind die Großen dieser Welt, wo die Prinzen, die Reichen? An wie vielen Orten und wie lange bleibt Jesus Christus allein?
Ist es also nicht gerechtfertigt, wenn sich heute alles auf die Eucharistie hinbewegt? …
Der Glaube muss durch die Liebe, die Liebe durch ihren göttlichen Feuerherd, die Eucharistie, belebt werden.
Die Erfahrung bestätigt, dass dies der einzuschlagende Weg ist. Ohne die Eucharistie sind die gewöhnlichen Mittel, die apostolischen Werke, selbst die Predigt, zur Erneuerung des christlichen Lebens sicher zum Scheitern verurteilt. Wenn Unser Herr selbst angegriffen und verbannt wird, was können dann Seine Priester tun?
Die erstarrten und durch negative Ungläubigkeit oder durch die praktische Gleichgültigkeit erstarrten Seelen bedürfen der göttlichen Sonne.
Man heilt den Kopf durch das Herz.
Die Frömmigkeit zum Heiligsten Sakrament ist ein notwendiger Protest gegen die heutige Glaubenslosigkeit. Die Weisen (aus dem Morgenland) haben dem Unglauben des Herodes und der Priester Jerusalems ihren Glauben entgegengesetzt.
Der Blindgeborene hat durch seine spontane Anbetung aufbegehrt gegen die Boshaftigkeit und Lästerungen der Hohenpriester und Gesetzeslehrer.
Der Apostel Petrus hat Jesus mit seinem Glauben gehuldigt, um den Unglauben der Volksmenge und der Jünger von Kapharnaum wieder gutzumachen.
Die Anbetung des Heiligsten Sakramentes ist also auch eine so notwendige Sühne für jene, die sich der Majestätsbeleidigung, der Gottheitsentehrung Jesu Christi in der Eucharistie schuldig machen; sie ist Bitte und Sühne zur Besänftigung der göttlichen Gerechtigkeit, in Vereinigung mit Jesus, der in der Hostie wie am Kreuz betet: „Vater, verzeihe ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“
Schließlich ist die Anbetung der Eucharistie für uns selbst von großem geistlichen Vorteil; denn sie ist die beste Übung unseres Glaubens und unserer Liebe.
Zeugnis von Sievernich
Nach langer Krankheit war
ich am Montag, dem 1. Mai 2006, wieder zum Gebetstreffen in der Pfarrkirche zu
Sievernich. Die Kirche war dicht besetzt und es wurde viel gebetet. Und ich muss
sagen, in Sievernich verstehen die Menschen wirklich noch zu beten. (Welch ein
Glück!)
Die Hl .Messe in Sievernich mitzufeiern, ist wunderbar. Tiefer Friede kehrte in
meine Seele ein. Ich dachte an nichts, war nur froh, bei unserm lieben Herrn zu
sein. Ich empfing die Hl. Kommunion und sprach mit dem Heiland, den ich nun bei
mir trug. Alsdann wurde das Allerheiligste Sakrament in der Monstranz auf den
Altar gestellt, und wir beteten dieses schöne Gebet: Jesus, Du bist hier, Jesus,
Du schaust mich an. Jesus, ich schaue Dich an, usw. Ja, ich tat wirklich das,
wie wir beteten. Ich spürte den Heiland. Und plötzlich sehe ich ein holdseliges
Kindlein vor der Hostie, und zwar in natürlichen Farben.
Zwischenwort: Wir wissen, unsere Priester holen den Heiland bei der Wandlung
wirklich vom Himmel herab.
Dieses Kind trug ein weißes Kleidchen,
hellblonde
Locken auf dem Haupt und ein liebevolles Lächeln auf den Lippen. - Dieses
goldige Wesen hätten wir alle ans Herz drücken können. - Es fehlen einem einfach
die Worte über diese Anmut! (Schönheit) Dann kam es ein wenig aus der Monstranz
hervor - also nach vorn gebeugt, breitete mit diesem liebevollen Lächeln seine
Arme aus und verschwand wieder in der Hl. Hostie. Und ich möchte sagen, an uns
alle hat dieses holde Kind seine Arme ausgebreitet.
Tief ergriffen denke ich so oft an dieses wunderbare Kind, und an ein Lied im
Gotteslob, das so viele von uns kennen: Es ist (Nr. 546) Gottheit tief
verborgen... von Thomas von Aquin.
Für die Wahrheit dieser Aussage verbürge ich mich in Namen dieses Kindes,
welches ich sah.
E. P., Bonn
Die Gründe für das priesterliche Zölibat
Die Eucharistie ist eng mit dem Priesteramt verbunden. Das ist der Wille Gottes. Der Priester hat eine herausgehoben Stellung in der Kirche. Selbst die Engel oder gar die Gottesmutter besitzen nicht die Vollmachten, die ein gültig geweihter Priester hat. Ohne den Priester gibt es keine Eucharistie. Mit dem zunehmenden Mangel an Priestern geht auch die eucharistische Gegenwart des Herrn zurück. Da der Priester eine solch bedeutende Stellung hat, muss er auch ganz für Christus zur Verfügung stehen. Nicht ohne Grund hält daher die Kirche am Jahrhunderte lang praktizierten Zölibat fest.
ROM, 13. Juli 2006 (ZENIT.org) Kardinal Jean-Pierre Ricard, Erzbischof von Bordeaux und Vorsitzender der französischen Bischofskonferenz, legte im Rahmen einer Videokonferenz der Kongregation für den Klerus die Gründe für den priesterlichen Zölibat dar.
In seinem Beitrag „Fruchtbarkeit einer Liebe, die sich im priesterlichen Zölibat hingibt„, wies er unter anderem darauf hin, dass der Zölibat nur im Glauben nachvollziehbar und verstehbar sei. „Er setzt voraus, dass man die Fruchtbarkeit eines apostolischen, völlig hingegebenen Lebens erkennt. Schon Jesus hat dies Seinen Jüngern gegenüber hervorgehoben: 'Nicht alle können dieses Wort erfassen, sondern nur die, denen es gegeben ist. Wer es erfassen kann, der erfasse es!' (Mt 19,11.12). Rein menschlich gesehen übersteigt das unsere Kräfte. Allein die Gnade Gottes vermag dies in uns zu realisieren. Was vom Priester verlangt wird, ist, dass er immer um diese Gnade bittet und sich darauf vorbereitet, sie zu empfangen, indem er treu alle Mittel der Heiligung ausnutzt, die ihm sein eigener Dienst an die Hand gibt: Gebet, Hören der Schrift, Feier der Eucharistie und der übrigen Sakramente, regelmäßiger persönlicher Empfang des Bußsakramentes, Seelsorge, Wachsamkeit, die das eigene Lebensgleichgewicht im Auge bewahrt, gesunde Organisierung der Freizeit, Klugheit im Umgang mit Menschen.“
Der sich Christus völlig hingebende Priester sollte wie der heilige Paulus sagen können: „Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir“ (Gal 2,20). Ganz in diesem Sinn seien alle Priester zur Heiligkeit aufgerufen: „Um die pastoralen Ziele einer inneren Erneuerung der Kirche, der Ausbreitung des Evangeliums über die ganze Erde und des Dialoges mit der heutigen Welt zu verwirklichen, mahnt diese Heilige Synode alle Priester inständig, mit Hilfe der von der Kirche empfohlenen entsprechenden Mittel nach stets größerer Heiligkeit zu streben, um so immer geeignetere Werkzeuge für den Dienst am ganzen Gottesvolk zu werden“ (Presbyterium ordinis, 12; vgl. auch 14 und 18).
Kardinal Ricard unterstrich abschließend, dass der „eigentliche und tiefe Beweggrund für die Zölibatsweihe 'die Option für eine intimere und vollständigere persönliche Beziehung zum Geheimnis Christi und der Kirche zum Wohl der ganzen Menschheit ist'„ (Paul VI., „Sacerdotalis coelibatus“, 54).
Über die priesterliche Kleidung
Partikularnorm der deutschen Bischofskonferenz zu
c. 284 CIC
- Kirchliche Kleidung der Geistlichen
Der Geistliche muss in der Öffentlichkeit durch seine Kleidung eindeutig als solcher erkennbar sein. Von dieser Bestimmung sind die Ständigen Diakone mit Zivilberuf ausgenommen. Als kirchliche Kleidung gelten Oratorianerkragen oder römisches Kollar, in begründeten Ausnahmefällen dunkler Anzug mit Kreuz.
Wegen der hohen Bedeutung des priesterlichen Amtes verlangt die Kirche, dass Priester an ihrer Kleidung erkennbar sind. Die Priesterkleidung hat mehrere Funktionen:
· Sie bedeutet ein mutiges und klares Bekenntnis des Priesters zu Jesus Christus in dieser Zeit des großen Glaubensabfalls.
· Sie signalisiert Gehorsam gegen Papst und Bischof in dieser Zeit des weit verbreiteten Ungehorsams in der Kirche.
· Sie bietet dem Priester Schutz gegen negative weltliche Einflüsse und Angriffe gegen das Zölibat.
· Sie hilft dem Priester, eine seinem hohen Amt angemessene Distanz zu wahren.
· Sie betont, dass der Priester eben nicht einer von vielen ist, der in der Masse untergeht.
· Sie signalisiert Hilfe suchenden Menschen, dass sie einen katholischen Priester vor sich haben. Dies kann für den einzelnen Menschen von entscheidender Bedeutung für sein Seelenheil sein.
· Priesteramt und Eucharistie sind eng miteinander verbunden. Die Priesterkleidung verdeutlicht das herausragende Amt des Priesters und trägt somit letztlich auch zu mehr Ehrfurcht vor der Eucharistie bei.
Dringender Gebetsaufruf
Der Himmel wünscht dringend in Sievernich ein Geistliches Zentrum und einen Immaculatabrunnen zur Milderung der Leiden. Die Verwirklichung dieser Pläne des Himmels ist ganz sicher auch abhängig von unserem Gebet. Bitte beten Sie viel, dass sich der Wille des Himmels für Sievernich gegen alle Widerstände zum Heile der Menschen durchsetzen möge. Das gläubige Gebet ist eine gewaltige Macht, die nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Vergessen Sie bitte auch nicht, für Weihbischof Dr. Bündgens zu beten.
Die nächsten Gebetstreffen in Sievernich:
Montag, 7. August und 4. September 2006
Die Kollekten während der Hl. Messe am Gebetstag der Blauen Gebetsoase in Sievernich sind ausschließlich für die Pfarrgemeinde bestimmt.