Informationsblatt der Blauen Gebetsoase

in Sievernich

 Mai 2007

  

Dringender Gebetsaufruf

Ihr Gebet ist äußerst wichtig. Bitte beten Sie die Novene zu Makellosen von Sievernich weiter, bis sich die Wünsche des Himmels für Sievernich erfüllt haben. Die Gebetshefte erhalten Sie bei der Blauen Gebetsoase.

Von dem Gedanken an die Ewigkeit

Hl. Alfons Maria von Liguori, Kirchenlehrer

Der Gedanke an die Ewigkeit wird von dem heiligen Augustinus der große Gedanke genannt, magna cogitatio. Dieser Gedanke ließ dem Heiligen alle Schätze und Herrlichkeiten dieser Welt nur als Spreu, Dunst und Kot erscheinen. Dieser Gedanke bewog so viele Einsiedler, sich in Wüsten und Höhlen zu vergraben, und so viele vornehme Jünglinge und selbst Könige und Kaiser, sich in Klöster einzuschließen. Dieser Gedanke gab so vielen Märtyrern den Mut, die Qualen der Folter, der eisernen Krallen, des glühenden Rostes und des Feuertodes zu erdulden. Nein, wir sind nicht für diese Erde erschaffen; das Endziel, zu dem Gott uns in die Welt gesetzt, ist, dass wir durch gute Werke das ewige Leben verdienen: Finem vero vitam aeternam „als Ende das ewige Leben“ (Röm 6, 22). Darum haben wir in diesem Leben, wie der heilige Eucherius sagt, unser Augenmerk nur auf eine Angelegenheit zu richten, auf die Ewigkeit, d. i. auf den Gewinn der seligen und die Vermeidung der unseligen Ewigkeit. Negotium, pro quo tendimus, aeternitas est: „Das Geschäft, um das wir ringen, ist die Ewigkeit.“ Sorgen wir für das Gelingen dieses Geschäftes, so werden wir ewig selig sein; lassen wir es misslingen, so wird uns ewiges Wehe treffen. Wohl dem, der seinen Blick unverwandt auf die Ewigkeit heftet in lebendigem Glauben, dass er nach kurzer Zeit sterben und in die Ewigkeit eingehen muss. „Der Gerechte lebt aus dem Glauben“ (Röm 1, 17). Der Glaube ist es, welcher die Gerechten in der Gnade Gottes erhält und den Seelen das Leben verleiht, indem er sie von den irdischen Anhänglichkeiten losmacht und sie der ewigen Güter gedenken lässt, welche Gott denen, die Ihn lieben, bereit hält.

Alle Sünden, sagt die heilige Theresia, haben ihren Ursprung im Mangel an Glauben. Daher ist es zur Überwindung der Leidenschaften und Versuchungen notwendig, oft den Glauben zu beleben, sprechend: Credo vitam aeternam, ich glaube, dass auf dieses Leben, das für mich bald endigen wird, ein ewiges Leben folgt, das für mich je nach meinen Verdiensten oder Sünden entweder voll Freuden oder voll Leiden sein wird.

Wer an die Ewigkeit denkt und sich doch nicht zu Gott bekehrt, hat nach dem heiligen Augustinus entweder den Verstand oder den Glauben verloren. Darauf bezieht sich, was der heilige Johannes Chrysostomus von den Heiden erzählt, dass sie, wenn sie die Christen sündigen sahen, dieselben Lügner oder Toren nannten: „Wenn ihr nicht glaubt“, sagten sie, „was ihr öffentlich zu glauben vorgebt, dann seid ihr Lügner; glaubt ihr aber an die Ewigkeit und sündigt doch, dann seid ihr Toren.“ „Weh den Sündern“, ruft der heilige Cäsarius aus, „sie treten in die Ewigkeit ein, ohne sie zu kennen, weil sie an dieselbe nicht denken wollten. Aber zweimal Weh“, fährt er fort, „sie gehen hinein, aber nicht mehr heraus.“ Die Unglücklichen! Es öffnet sich ihnen die Höllenpforte nur zum Eintritt, nicht mehr zum Austritt.

Die heilige Theresia wiederholte ihren Mitschwestern: „Töchter, eine Seele, eine Ewigkeit!“ „Töchter“, wollte sie sagen, „wir haben nur eine Seele: ist diese verloren, so ist alles verloren; ist sie einmal verloren, so ist sie für immer verloren.“ Kurz, von dem letztmaligen Öffnen unseres Mundes beim Verscheiden hängt es ab, ob ewiger Friede oder ewige Verzweiflung unser Anteil sein wird. Selbst wenn die Ewigkeit des anderen Lebens, wenn Himmel und Hölle nur eine Meinung der Gelehrten, und etwas Ungewisses wären, so müssten wir doch mit aller Sorgfalt eines guten Wandels uns befleißen, um uns nicht der Gefahr auszusetzen, die Seele für immer zu verlieren! Aber nein, hier handelt es sich nicht um ungewisse, sondern um gewisse Dinge, um Sachen des Glaubens, die viel gewisser sind als alles, was wir mit leiblichen Augen wahrnehmen. Bitten wir darum den Herrn um Mehrung des Glaubens: Domine, adauge fidem. Herr, vermehre in uns den Glauben! Denn wenn wir nicht fest im Glauben wurzeln, können wir noch schlechter werden als Luther und Calvin. Dagegen kann ein Gedanke des lebendigen Glaubens an die uns erwartende Ewigkeit uns heilig machen. Wer an die Ewigkeit denkt, bemerkt der heilige Gregor, wird im Glücke nicht aufgeblasen und im Unglücke nicht niedergeschlagen; denn weil die Welt nichts hat, wonach er verlangt, so hat sie auch nichts, wovor er sich zu fürchten braucht.
Haben wir etwas zu leiden, sei es Krankheit oder Verfolgung, so wollen wir an die Hölle denken, die wir durch unsere Sünden verdient haben; dann werden wir jedes Kreuz leicht finden und dem Herrn danken mit den Worten: „Barmherzigkeit des Herrn ist's, dass wir nicht vernichtet sind“ (Klgl 3, 22). Sprechen wir mit David: Wenn Gott sich meiner nicht erbarmt hätte, so würde ich schon seit der Zeit, da ich Ihn zum ersten Mal mit einer Todsünde beleidigte, in der Hölle brennen: „Wenn nicht der Herr mir geholfen, so läge beinahe in der Hölle meine Seele“ (Ps 93, 17). Soviel an mir lag, war ich bereits verloren: du warst es aber, o Gott der Barmherzigkeit, der Seine Hand ausstreckte und mich der Hölle entriss! „Du hast meine Seele gerettet, auf dass sie nicht zu Grunde gehe“ (Is. 38, 17).

Mein Gott, Du weißt, wie oft ich die Hölle verdient habe; aber dennoch befiehlst Du mir zu hoffen; und ich will hoffen. Meine Sünden schrecken mich, aber Dein Tod und Deine Verheißung, dem Reumütigen zu verzeihen, gibt mir Mut: „Ein zerknirschtes und gedemütigtes Herz wirst Du, o Gott, nicht verachten“ (Ps 50, 19). Ehedem habe ich Dich verachtet, jetzt aber liebe ich Dich über alles, und Dich beleidigt zu haben, schmerzt mich mehr als jedes andere Übel. Mein Jesus, erbarme Dich meiner! Mutter Gottes Maria, bitte für mich!

Heiliger Alfons Maria von Liguori: Elemente einer Spiritualität der Liebe

 

Der Traum von den zwei Säulen im Meer

Don Boscos Vision über die Zukunft der Kirche

 

 Am 26. Mai 1862 versprach Don Bosco einen Jungen, am vorletzten oder letzten Tag des Monats „etwas Schönes“ zu erzählen. Nach dem Abendgebet des 30. Mai erfüllte er in seiner „Gute‑Nacht‑An­spra­che“ das Versprechen:

„Zu Eurem geistlichen Vorteil will ich heute einen Traum erzählen, den ich vor wenigen Tagen erlebt habe.

Stellt Euch vor, wir befinden uns an der Küste des Meeres oder besser noch auf einer einsamen Klippe und sehen kein Land außer dem Boden unter unseren Füßen. Auf dem weiten Meer erkennen wir eine unzählbare Menge von Schiffen, die sich für eine Seeschlacht geordnet haben. Sie verfügen über eiserne Schiffsschnäbel und sind mit Kanonen, Gewehren, sonstigen Waffen jeglicher Art und Brandsätzen ausgerüstet. Sie nähern sich einem Schiff, das viel größer ist als das ihrige und versuchen, dieses mit ihren spitzigen Schnäbeln zu beschädigen, es anzuzünden und ihm jeden nur möglichen Schaden zuzufügen. Das große Schiff wird von vielen kleinen Booten begleitet, die von ihm Befehle empfangen und das majestätische Schiff gegen die feindliche Flotte verteidigen. Sie haben starken Gegenwind und das aufgewühlte Meer scheint die Angreifer zu begünstigen.

Mitten im weiten Meer stehen in geringem Abstand voneinander zwei mächtige Säulen. Die eine wird von einer Statue der Immaculata gekrönt, zu deren Füßen auf einer Tafel die Inschrift steht: „Auxilium christianorum“ (Helferin der Christen), auf der zweiten, viel höheren und mächtigeren Säule, sehen wir eine übergroße Hostie, darunter auf einem Schild die Worte: „Salus credentium“ (Heil der Gläubigen).

Der Papst als Kommandant des großen Schiffes erkennt die Wut der Feinde und damit die Gefahr, in der sich seine Getreuen befinden. Er ruft deshalb die Steuermänner der Begleitboote zur Beratung auf sein Schiff. Der Sturm wird immer heftiger; die Kommandanten müssen auf ihre Boote zurückkehren. Nach Beruhigung der See ruft der Papst die Kommandeure ein zweites Mal zu sich. Plötzlich bricht der Sturm von neuem los.

Der Papst steht am Steuer und versucht mit aller Kraft sein Schiff zwischen die beiden Säulen zu lenken, an denen viele Anker und große Haken angebracht sind. Die feindlichen Schiffe beginnen nun mit dem Angriff und wollen das päpstliche Schiff versenken. Immer wieder versuchen sie Brandmaterial an Bord des großen Schiffes zu schleudern und feuern mit ihren Bordgeschützen aus allen Rohren. Trotz des leidenschaftlichen Kampfes der feindlichen Schiffe und des Einsatzes aller Waffen scheitert jedoch der Angriff, und das päpstliche Schiff durchpflügt, obwohl auf beiden Seiten bereits schwer angeschlagen, frei und sicher das Meer, denn kaum getroffen, schließt ein sanfter Wind, der von den beiden Säulen ausgeht, sofort jedes Leck.

Auf den Schiffen der Angreifer platzen jetzt die Kanonenrohre, die Schiffsschnäbel zerbrechen, viele Schiffe bersten auseinander und versinken im Meer. Plötzlich wird jedoch der Papst von einer feindlichen Kugel getroffen. Seine Helfer stützen ihn und richten ihn wieder auf, wenig später trifft ihn erneut ein feindliches Geschoß, und er sinkt tot zu Boden.

Bei der feindlichen Flotte erhebt sich ein Freuden‑ und Siegesgeschrei. Die auf dem päpstlichen Schiff versammelten Kommandeure wählen in solcher Eile einen neuen Papst, dass die Nachricht vom Tod des Steuermanns zugleich mit der Nachricht von der Wahl des Nachfolgers bei den Feinden ankommt. Jetzt verlieren diese plötzlich allen Mut, das päpstliche Schiff aber überwindet alle Hindernisse und fährt sicher zwischen die beiden Säulen, wo es vor Anker geht. Die Feinde flüchten, rammen sich gegenseitig und gehen zugrunde. Die kleinen Begleitboote des päpstlichen Schiffes rudern mit voller Kraft ebenfalls zu den beiden Säulen und machen dort fest. Auf dem Meer tritt eine große Stille ein.

***

An dieser Stelle fragte Don Bosco seinen späteren Nachfolger als Generaloberer, Don Michael Rua: „Was hältst Du von dieser Erzählung?“ Don Rua antwortete: „Mir scheint, das Schiff des Papstes ist die Kirche, deren Oberhaupt er ist. Die anderen Schiffe sind die Menschen, das Meer ist die Welt. Jene, die das große Schiff verteidigen, sind die treuen Anhänger des Papstes, die anderen seine Feinde, die mit allen Mitteln die Kirche zu vernichten suchen. Die beiden Säulen bedeuten, wie mir scheint, die Verehrung Mariens und der hl. Eucharistie.“

Don Bosco sagte: „Du hast gut gesprochen. Nur ein Ausdruck muss richtig gestellt werden: Die feindlichen Schiffe bedeuten die Verfolgungen der Kirche. Sie bereiten schwerste Qualen für die Kirche vor. Das, was bisher war, ist beinahe nichts im Vergleich zu dem, was noch kommen wird. Die

Schiffe symbolisieren die Feinde der Kirche, die das Hauptschiff zu versenken suchten, wenn es ihnen gelänge. Nur zwei Mittel verbleiben uns zur Rettung in dieser Verwirrung: Die Verehrung der Gottesmutter und die häufige hl. Kommunion.“

Noch viele Jahre nach dem Bericht Don Boscos über seinen Traum von den zwei Säulen blieb das Anliegen dieser Vision im Gespräch. Einig war man sich jedoch in der Überzeugung, dass Don Bosco den Traum seinen Jungen und den Salesianern nur aus einem einzigen Grund erzählt hat: um diese zum Gebet für die Kirche und den Papst zu ermuntern und sie auf Verehrung des Altarssakramentes und der Maria Immaculata hinzuweisen.

Don Boscos Anliegen behält seinen Wert und seine Bedeutung bis in die gegenwärtige Situation der Kirche Jesu Christi.

Im Heiligsprechungsprozess Don Boscos wurden seine Träume positiv beurteilt. Man vertrat die Meinung, bei ihm sei das „Übernatürliche“ beinahe „natürlich“ geworden, weil Träume und Visionen Begleiterscheinungen seines ganzen Lebens waren.

 Maria und die Eucharistie

von P. Bernward Deneke

In einer berühmten Vision wurde dem hl. Don Bosco gezeigt, wie der Papst das umkämpfte und gefährdete Schiff der Kirche an den Säulen der Heiligsten Eucharistie und der Jungfrau Maria festmacht. Diese beiden Geheimnisse unseres Glaubens sind uns tatsächlich Sicherheit und Rettung in den Stürmen unserer Zeit. Leider sind sie beide - mitsamt der Gestalt des Papstes, der das Schiff lenkt - in unseren Tagen vielfältigen Angriffen ausgesetzt. Deshalb gilt es, ihren inneren Zusammenhang neu zu entdecken und zu vertiefen.

Maria und das Altarsakrament stehen in einer vielfältigen Verbindung miteinander. Das lässt sich an den Freudenreichen Geheimnissen des Rosenkranzes zeigen:

- Die Jungfrau hat den Sohn Gottes auf wunderbare Weise vom Heiligen Geist empfangen. So wirkt der Heilige Geist auch beim Messopfer im Schoß der Kirche eine wunderbare Empfängnis, durch die Jesus unter uns gegenwärtig ist.

- Wie ein lebendiger Tabernakel, eine kostbare Monstranz hat Maria unseren Herrn zu Elisabeth getragen und führt uns so zu tiefer Ehrfurcht und inniger Liebe gegenüber dem Ort der eucharistischen Gegenwart in unseren Kirchen.

- In Bethlehem hat die jungfräuliche Mutter das Kind voller Liebe in die Arme genommen und den herbeieilenden Menschen entgegengehalten. Erinnert uns das nicht daran, wie der Priester den eucharistischen Herrn in der heiligen Wandlung emporhebt und uns zur Anbetung zeigt?

- Simeon hat Maria vorhergesagt, ihr Herz werde ein Schwert durchbohren. Bei der Kreuzigung des Heilandes ist das Wirklichkeit geworden. Aber auch wenn das Kreuzesopfer in der Heiligen Messe unter uns gegenwärtig wird, ist die Gottesmutter mitopfernd dabei und wird uns von ihrem Sohn neu geschenkt: "Siehe da, deine Mutter!"

- Mit welcher Sehnsucht und Liebe hat Maria ihr Kind nach dreitägiger schmerzlicher Suche im Tempel wieder in die Arme geschlossen und mit in ihr Haus genommen! Darin ist sie ein Vorbild der sehnsuchts- und liebevollen Kommunion.

Die Gottesmutter verdient wirklich den Titel "Unsere Liebe Frau vom heiligsten Sakrament", den ihr der hl. Julian Peter Eymard verliehen und den der hl. Papst Pius X. bestätigt hat. Niemand führt uns sicherer zum eucharistischen Jesus als sie.

Und so gehören die drei weißen Gestalten, die Don Bosco in seiner Vision gesehen hat, untrennbar zusammen: der Papst, die weiße Hostie und die strahlendreine Jungfrau Maria!     Quelle: http://www.kath-info.de/maria.html

 

Klarstellung

Immer noch wird hartnäckig ein Text aus dem Jahre 2006 verbreitet mit dem Hinweis, dass es sich um eine Botschaft an Manuela Strack handelt. Der Text beginnt: „Wenn ihr die Endzeichen wie Pest, Hungersnot und Erdbeben seht …“

Nochmals wird hiermit ausdrücklich klar gestellt, dass es sich nicht um eine Botschaft von Sievernich handelt. Frau Strack hat nach dem 3. Oktober 2005 bis heute weder von der Gottesmutter noch von Jesus weitere übernatürliche Botschaften empfangen.

 

Distanzierung

Sehr geehrte Beterinnen und Beter,

viele auswärtige Beter berichteten mir von allerlei Verkäufen in einem privaten Sievernicher Haushalt, beschwerten sich bei den Ortsbewohnern und zuletzt bei mir persönlich. Nach diesen Berichten wurden dort teure Rosenkränze und lebensechte Babypuppen angeboten, die den Segen eines Priesters wohl erhalten haben und dann Wunder wirken sollen.

Liebe Beterinnen und Beter, ausdrücklich appelliere ich an Ihre Vernunft und an Ihren katholischen Glauben. Von diesem Geschehen möchte ich mich ausdrücklich distanzieren. Diese Geschäfte haben weder mit dem katholischen Glauben noch mit der Botschaft von Sievernich etwas gemeinsam.     Ihre Manuela Strack